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Monitoring und Berichtspflichten in FFH-Gebieten

Die FFH-Richtlinie sieht eine Berichtspflicht über die Entwicklung der Lebensräume und Arten sowie der durchgeführten Maßnahmen in einem regelmäßigen Abstand von sechs Jahren vor. Zur Erfüllung dieser Berichtspflicht ist ein Biomonitoring aufzubauen. Für alle FFH-Gebiete ist im Rahmen des Monitoring zu prüfen, inwieweit die Erhaltungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen ihr Ziel erreicht haben bzw. welche Änderungen zur Erhaltung der FFH-Gebiete vorgenommen werden müssen. Die Ergebnisse werden nach einem EU-einheitlichen Modell in einem Bericht zusammengefasst, der durch die Bundesregierung der EU-Kommission übermittelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Des Weiteren muss alle zwei Jahre ein Bericht zum Artenschutz im Zusammenhang mit den genehmigten Ausnahmen erstellt werden.

Der Bericht 2001 für die erste Periode (1994 - 2000) beinhaltete aufgrund des damals noch andauernden Gebietsmeldeprozesses nur allgemeine Aussagen zur Umsetzung.

Mit dem zweiten Nationalen Bericht (Berichtsperiode 2001 - 2006) ist erstmalig ein umfassender, amtlicher Bericht über den Erhaltungszustand der Lebensräume und Arten der FFH-Richtlinie in Deutschland verfasst und veröffentlicht worden. Die Ergebnisse des zweiten nationalen Berichtes über den Zustand von Arten und Lebensräumen nach der FFH-Richtlinie sind unter BMU - FFH-Bericht oder BfN-Nationaler Bericht zu finden.

Das Landesamt für Umwelt Brandenburg hat bei Konzeption und Durchführung des Monitorings die Federführung. Für die Bewertung des Erhaltungszustandes der Lebensraumtypen des Anhanges I und der Arten der Anhänge II, IV und V wurden von Bund-Länder-Arbeitsgruppen unter Leitung des Bundesamtes für Naturschutz bundesweite Empfehlungen erarbeitet. Da das charakteristische Arteninventar der Lebensraumtypen regional unterschiedlich ist, wurden die Bewertungsschemata der Lebensraumtypen auf Brandenburger Verhältnisse angepasst. Bis zum Jahr 2007 erfolgte in den brandenburgischen FFH-Gebieten die detaillierte Ersterfassung der Lebensraumtypen und Arten der Anhänge I und II als Grundlage für den zweiten nationalen Bericht. Ab 2008 wird auf ausgewählten Stichprobenflächen und in einem abgestuften System der Bearbeitungstiefe das Monitoring gemäß Artikel 11 der FFH-Richtlinie beginnen.

Mit der Dauerbeobachtung verbunden mit den regelmäßigen Berichtspflichten an die EU wird die Überprüfung der qualitiativen Entwicklung der FFH-Gebiete gewährleistet.

Weitere Informationen:

Letzte Aktualisierung: 26.03.2018

Übersicht


Natura 2000 in Brandenburg


 



Kontakt

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
N 3 - Grundlagen Natura2000,
Arten- und Biotopschutz
Dr. Thomas Schoknecht
Tel.: 033201 442 222
E-Mail an: Referat N 3