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Moorschutzförderung - AUKM „Moorschonende Stauhaltung“

Die moorschonende Stauhaltung ist ein völlig neues Förderinstrument der Landesregierung für brandenburgische Landwirtschaftsbetriebe im Rahmen der Agrarumweltmaßnahmen. Die klimaschädigende Wirkung entwässerter Moor- und Anmoorböden soll mit dieser Förderung gering gehalten oder verringert werden. Erstmalig wird dafür eine festgelegte Stauhöhe als Prüfkriterium eingesetzt. Das vereinfacht die Durchführung und Prüfung dieser Maßnahme. 
Bei Wasserständen von 10 bis 30 cm unter Flur kann der Verlust von Torf- und Antorfsubstanz gebremst bzw. teilweise gestoppt werden. Moorwachstum beginnt erst bei dauerhaften Wasserständen in Flurhöhe und darüber.

Zielstellung 

Ganzjährig hohe Wasserhaltung im Grünland auf Moor- und Anmoorböden. Minderung der Emission klimaschädlicher Gase aus Mooren und Erhaltung der Torfsubstanz.

Wer kann gefördert werden? 

Landwirtschaftliche Unternehmen unbeschadet der gewählten Rechtsform, die den Betrieb selbst bewirtschaften und deren zu fördernde Flächen im Land Brandenburg oder Berlin liegen.

Welche Voraussetzungen sind erforderlich? 

Die Stauhöhe ist von der zuständigen Wasserbehörde durch eine befristete wasserrechtliche Erlaubnis festzulegen. Weiterhin ist eine Stellungnahme des Landesamtes für Umwelt (LfU) erforderlich.

Wichtiger Hinweis 
Der Antragsteller wird bei der Beantragung durch einen Dienstleister unterstützt. Das ist notwendig, da für die Festsetzung der Stauhöhe eine befristete (Förderperiode) wasserrechtliche Erlaubnis der Unteren Wasserbehörde erforderlich ist. Außerdem müssen Betroffenheiten Dritter geprüft und ggf. Abstimmungen mit Dritten durchgeführt werden. Der Dienstleister übernimmt für den Antragsteller alle erforderlichen Arbeiten der Ersterfassung, Datenprüfung, hydrologischen Abschätzung, Vermessungsleistungen, Abstimmungen bis zur Beantragung bei der Wasserbehörde.

Was wird gefördert? 

Entscheidendes Kriterium ist die ganzjährig hohe Wasserhaltung. Dabei soll in Bezug zum Ausgangszustand

  • ein hoher Wasserstand gehalten oder
  • der Wasserspiegel angehoben werden.

Gegenstand der Förderung ist die umweltgerechte Bewirtschaftung von als Moorstandort (gem. Moorbodenkarte, Förderkulisse gem. AgroView) ausgewiesenem Grünland durch hohe Stauhaltung. Bewirkt wird eine ganzjährige Wasserrückhaltung von 10 cm unter dem mittleren Geländeniveau, nachgewiesen durch eine feste Markierung der Stauhöhe am Bauwerk (z. B. Bolzen, Stift, Schiene). Zwischen 01.06. und 15.10. ist eine Absenkung um weitere 20 cm möglich. 

Zusätzliche Bestimmungen:

  1. Der Zuwendungsempfänger nutzt die Moorflächen einmal jährlich bis 15.10. durch Beweidung und/oder Mahd mit Beräumung des Mähgutes.
  2. Der Zuwendungsempfänger verzichtet im Verpflichtungszeitraum auf den Moorflächen auf die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und auf die Düngung mit mineralischem oder organischem Stickstoff.

Wie wird gefördert? 

Mit Einhaltung der Stauhöhe 387 € / ha / Jahr.

Wann und wo ist der Antrag einzureichen?

Der Förderantrag ist form- und termingebunden bis spätestens zum 31.12. des Jahres vor Verpflichtungsbeginn (Der Verpflichtungsbeginn ist der 01.01. eines jeden Kalenderjahres) bei dem für Landwirtschaft zuständigen Amt des Landkreises/der kreisfreien Stadt einzureichen. Der form- und termingebundene Zahlungsantrag ist als Bestandteil des jährlichen Agrarförderantrages bis zum 15.05. des Folgejahres dort einzureichen. 

Ansprechpartner für Antragsteller 

Erstkontakt: Landwirtschaftsamt des Kreises
MLUL Referat 32, Irene Kirchner,
Tel.: 0331/ 866-7620
Fax: 0331/ 27548-7620
Moorschutz: siehe Projektgruppe Moorschutz des LfU
  
Hilfreiche Dokumente und LinksBemerkungen
Moorschonende Stauhaltung Maßnahmenbeschreibung
Ablaufschema Übersicht der Schritte bei der Beantragung
KULAP (ab 2015) Seiten des MLUL zu den Förderprogrammen der Landwirtschaft
Letzte Aktualisierung: 23.05.2016

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Themen

Moore - Einführung


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Moorschutz - Übersicht


Moore - Themen


Weiterführende Informationen Moore

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Kontakt

Landesamt für Umwelt
Fachbereich Moorschutz

Referat W 26
- Isabell Hiekel
- Jens Thormann
- Dr. Lukas Landgraf
 
korrespondierender Experte
- Udo List (Referat GR 4)