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Gewässerbelastungen

belastetes Fließgewässer © Jörg Berlin

 

Die Gewässer des Landes Brandenburg und der Metropolregion Berlin sind durch die Nutzungsansprüche des Menschen intensiv geprägt. Durch stoffliche und hydromorphologische Belastungen der Gewässer können Beeinträchtigungen der Gewässergüte entstehen. Des Weiteren bestehen wechselseitige Beziehungen zum Grundwasser, in welchem Prozesse teilweise sehr träge vonstatten gehen. Entsprechend lange kann es dauern, bis Gegenmaßnahmen zur Reduzierung dieser Belastungen wirksam werden.

Stoffliche Belastungen

  • Man unterscheidet zum einen Belastungen durch Schadstoffe (z.B.: Pflanzenschutzmittel oder Chemikalien aus havarierten Industrieanlagen) und zum anderen Belastungen durch ein übermäßiges Angebot von Nährstoffen (wenn bspw. große Mengen von Düngemitteln in die Gewässer gelangen).
  • Darüber hinaus wird unterteilt, ob die stofflichen Belastungen aus Punktquellen wie etwa durch Einleitungen von Industrieanlagen oder kommunalen Abwasseranlagen kommen oder ob sie durch diffuse Quellen wie etwa Niederschlag oder über das Grundwasser in die Oberflächengewässer gelangen.

Im sensiblen Ökosystem der Oberflächengewässer können kleine Stoffeinträge bereits eine große Wirkung hervorrufen. Im Gegensatz zu diffusen Einträgen lassen sich Einträge aus Punktquellen besser erkennen und gestatten, wirkungsvolle Maßnahmen schneller umzusetzen. Das Land Brandenburg hat gemeinsam mit dem Land Berlin ein länderübergreifendes Handlungskonzept zur Reduzierung der Nährstoffbelastung erarbeitet.
» Nährstoffreduzierungskonzepte

Hydromorphologische Belastungen

  • Flussbegradigungen und der Gewässerausbau zur besseren Schiffbarkeit der Wasserwege, haben zu einer nachhaltigen Belastung der Gewässerflora und -fauna geführt. Erhebliche Veränderungen der Wasserwege haben dem Gewässer und der Aue die Möglichkeit zur eigenständigen Entwicklung genommen und die Strukturgüte nachhaltig verschlechtert. Infolgedessen sind für die Tier- und Pflanzenwelt in den Gewässern viele Lebensräume (Habitate) verloren gegangen. Renaturierungsmaßnahmen, wie sie im Land Brandenburg an gefährdeten Gewässerabschnitten durchgeführt werden, helfen dem Gewässer seinen natürlichen Zustand zurückzugewinnen.
  • Durch den Einbau unpassierbarer Wehre und Schleusen haben Fische Schwierigkeiten, sich in den Gewässern ungehindert zu bewegen. In der Folge ist die ökologische Durchgängigkeit für die Tiere nicht gegeben. Länderübergreifend wurden für das Einzugsgebiet der Elbe überregionale Vorranggewässer ausgewiesen, die für Fischpopulationen eine vernetzende Funktion haben. Diese wurden vom Land Brandenburg in einem Landeskonzept durch regionale Vorranggewässer ergänzt.

» Maßnahmen und Projekte

» Gewässerentwiklungskonzepte

» Landeskonzept zur ökologischen Durchgängigkeit

Im engeren Sinne führt jede Gewässerbenutzung zu einer Belastung, deren Verträglichkeit vom Ausmaß der Nutzung abhängig ist. Dazu zählen neben den punktuellen und diffusen Einleitungen von Nähr- und Schadstoffen z.B. auch Entnahmen zur Trinkwassergewinnung und thermische Belastungen durch Kühlwassereinleitungen.

Durch das landesweite Gewässermonitoring können Umfang und Ursachen der Belastungen ermittelt und die Güte der Oberflächengewässer bestimmt werden. Im Anschluss lassen sich an den festgestellten Schwerpunkten Maßnahmen zur Reduzierung der Gewässerbelastung durchführen und der Erfolg im Gewässermonitoring überprüfen.

Letzte Aktualisierung: 02.11.2016

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Landesamt für Umwelt
Abteilung Wasserwirtschaft 1
Referat W14 - Oberflächengewässergüte
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Fax: 033201/442-662
E-Mail: W14