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Gewässerüberwachung (Monitoring)

Eine Mitarbeiterin des LfU kontrolliert die Gewässergüte am Daphnientoximeter( Foto:LfU, W14)Eine Mitarbeiterin des LfU kontrolliert die Gewässergüte am Daphnientoximeter © LfU, W14

Für eine landesweite Bestandsaufnahme des Gewässerzustands von Oberflächengewässern und Grundwasserkörpern wurde bis Ende 2006 ein Messstellen-Netz eingerichtet. Die Messnetze werden jährlich an neue Anforderungen angepasst.

Bei der Überwachung von Oberflächengewässern wird im Wesentlichen in die "überblicksweise Überwachung", die "operative Überwachung" und die "Überwachung zu Ermittlungszwecken" unterteilt.

Insgesamt werden (Stand 2016) 649 Oberflächenwasserkörper untersucht. Für die überblicksweise Überwachung der Oberflächengewässer gibt es landesweit 16 Messstellen mit dem vergleichsweise größten Parameterspektrum an durchgeführten Untersuchungen. Diese dienen unter anderem der langfristigen Erfassung signifikanter anthropogener, sowie natürlicher Veränderungen der Gewässergüte. Des Weiteren bilden sie eine Grundlage für eine wirksame Gestaltung zukünftiger Messprogramme. Die Messstellen der überblicksweisen Überwachung sind ein zentraler Baustein in der Erfassung des Gesamtzustandes der Oberflächengewässer, insbesondere innerhalb großer Einzugsgebiete. In Fließgewässern repräsentieren sie Wasserkörper, deren Abfluss aus einem Einzugsgebiet von mehr als 2.500 Quadratkilometern gespeist wird oder solche, die über länder- und nationale Grenzen hinausreichen. Darüber hinaus werden zehn größere, charakteristische Seen innerhalb der überblicksweisen Überwachung untersucht.

Mit der operativen Überwachung wird vor allem der Zustand von Wasserkörpern ermittelt, bei denen die Bewirtschaftungsziele voraussichtlich längerfristig verfehlt werden. Bei Fließgewässern konzentriert sich die operative Überwachung aufgrund der hohen Fließgewässerzahl auf repräsentative Gewässer. Die Ergebnisse werden dann auf oberhalb liegende Gewässer übertragen. Seen dagegen unterliegen in größerer Dichte der operativen Überwachung. Einbezogen werden alle Seen, deren Zustand "mäßig" bis "schlecht" ist, sowie durch Emissionen (z. B. aus Kläranlagen) gefährdete Seen.

Die Überwachung zu Ermittlungszwecken (investigativ) wird vor allem dort durchgeführt, wo Ursachen von auftretenden Belastungen unbekannt sind oder wo Verschmutzungen auftreten und deren Ausmaß und Auswirkungen ermittelt werden müssen.

Darüber hinaus tragen die Messstellen des automatischen Wassergütemessnetzes (WGMN) dazu bei, mithilfe von 10-minütlich aktualisierten Daten, etwaige Auswirkungen durch Havarien an Industrieanlagen, oder sonstige Verschmutzungen in Gewässern, kurzfristig zu erkennen und die Möglichkeit zu geben, zügig Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Gesonderte Referenz- und Interkalibrationsmessungen  an ausgewählten Gewässern dienen der Festlegung und Beobachtung biologischer Referenzbedingungen und dem EU-weiten Abgleich der Bewertungsverfahren.

Schematische Darstellung der Messstellen nach OGewV (Anhang 10) und WRRL (Anhang II und V) © LfU

 

Um den Zustand der Gewässer zu verbessern, wurden und werden zahlreiche Maßnahmen durchgeführt. Inwieweit dadurch tatsächlich eine Verbesserung des ökologischen Zustands erreicht wird, dokumentiert ein regionales Erfolgsmessnetz.

In der nachfolgenden Karte wird die Verteilung der Messstellen im Landesgebiet dargestellt, unterteilt nach See- und Fließgewässer-Messstelle. Hervorgehoben sind die Messstellen der überblicksweisen Überwachung und jene des automatischen Wassergütemessnetzes. Alle weiteren Messstellentypen sind zusammengefasst.

Neues Fenster: Bild vergrößernMessnetz der Oberflächengewässergüte

Karte zum Download

Letzte Aktualisierung: 02.11.2016

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Abteilung Wasserwirtschaft 1
Referat W14 - Oberflächengewässergüte
Tel.: 033201/442-296
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