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Plakette: "Wir geben der Fledermaus ein Haus“

Eine gemeinsame Aktion des Umweltministeriums Brandenburg und des Landesumweltamtes Brandenburg

Warum eine solche Aktion?

Seit Millionen von Jahren schon leben Fledermäuse auf unserer Erde und haben in dieser Zeit mannigfaltige ökologische Nischen erobert. Alle europäischen Fledermäuse benötigen zum Schutz vor ungünstiger Witterung, Feinden oder Störungen und zur Aufzucht ihrer Jungen Quartiere, da sie sich selber keinen Unterschlupf bauen können. Viele unserer einheimischen Arten suchen sich als Ersatz für felsige Gebirge oder sommerwarme Höhlen ihre Verstecke an Bauwerken in unseren Städten und Dörfern. Bereits die veränderte Landnutzung in den letzten Jahrzehnten hat die Lebensbedingungen vieler Fledermausarten drastisch verschlechtert. Gegenwärtig drohen ihnen neue Gefahren, indem unzählige Gebäude abgerissen, saniert oder modernisiert und hierbei viele Fledermausquartiere zerstört werden. So gehen zahlreiche traditionelle Versteckmöglichkeiten hinter Fassadenverkleidungen und

Fensterläden, in Mauerspalten und auf Dachböden, in Kellern oder anderen unterirdischen Bauwerken – oft aus Unwissenheit – verloren. Dabei hat sich längst herumgesprochen, dass Fledermäuse weder in die Haare fliegen noch Schäden an Gebäuden machen, sondern vielmehr harmlose und als "biologische Schädlingsbekämpfer" sogar sehr nützliche Tiere sind, kann doch eine einzige Fledermaus in nur wenigen Monaten bis zu 60.000 Mücken vernichten!

Wir wollen helfen!

Jeder kann etwas gegen die akute Wohnungsnot der kleinen nachtaktiven Flugakrobaten tun. Bestehende Quartiere beim Renovieren zu erhalten oder neue zu schaffen, kostet meist gar nicht viel. Mit Eigeninitiative und guten Ideen sowie Toleranz lassen sich die Ansprüche aller Hausbewohner unter einen Hut bringen. Hierfür wurde von Fledermausspezialisten gemeinsam mit Architekten bereits eine Vielzahl von baulichen Lösungen entwickelt, die den verschiedensten Ansprüchen genügen.
Für Ihr Engagement in Sachen Fledermausschutz wollen wir uns im Namen der Fledermäuse bedanken und die Erhaltung oder Schaffung von Quartiermöglichkeiten für unsere heimlichen Nachtschwärmer mit der Plakette „Wir geben der Fledermaus ein Haus” honorieren.

Wer kann die Plakette "Wir geben der Fledermaus ein Haus" erhalten?

  • Besitzer von Gebäuden mit Fledermausvorkommen, die ihren "Untermietern" auch für die Zukunft "Wohnrecht" gewähren
  • Bauherren, die bei Renovierung, Sanierung oder Neubau von Gebäuden bestehende Quartiermöglichkeiten erhalten oder neue schaffen
  • Eigentümer unterirdischer Bauwerke (z. B. Keller, Bunkeranlagen), die diese Objekte als Fledermausquartier erhalten oder fledermausfreundlich gestalten

So können Sie mitmachen!

Wenn bei Ihnen also bereits Fledermäuse leben oder Sie Ihr Haus fledermausfreundlich gestaltet haben, so können Sie eine hier als Muster beigefügte "Fledermaus-Postkarte" ausfüllen. Bitte beschreiben Sie Ihre fledermausfreundliche Maßnahme kurz (eventuell auch mit Foto) oder lassen Sie sich deren Durchführung von einem Fledermausspezialisten bzw. der zuständigen Naturschutzbehörde bestätigen.

Die ausgefüllte Postkarte senden Sie bitte an:
Landesamt für Umwelt Brandenburg
Naturschutzstation Zippelsförde
Rägelsdorf 9
16827 Zippelsförde

An deutlich sichtbarer Stelle am Gebäude angebracht, bringt die Plakette dann Ihren ganz persönlichen Beitrag zum Schutz der gefährdeten Fledermäuse zum Ausdruck. Und wer weiß – vielleicht sind Fledermäuse ebenso wie in China oder Japan auch für Sie ein Glückssymbol und verheißen Gesundheit, Glück und langes Leben… Wenn Sie mehr über Fledermäuse und Möglichkeiten zu ihrem Schutz wissen möchten, wenden Sie sich bitte an die oben genannte Adresse. Wir senden Ihnen dann gerne weiterführendes Informationsmaterial oder vermitteln Ihnen den Kontakt zu einem regionalen Fledermausspezialisten.

» Ein Dach überm Kopf – Fledermausschutz im Siedlungsbereich

Letzte Aktualisierung: 06.02.2013

Plakette: "Wir geben der Fledermaus ein Haus“


Kontakt:

Landesamt für Umwelt
Abteilung Naturschutz
Referat N3
Grundlagen Natura 2000,Arten- u. Biotopschutz
Jens Teubner
Naturschutzstation Zippelsförde
Rägelsdorf 9
16827 Zippelsförde
Tel.: 033933/ 70816
E-Mail an: Jens Teubner